... am Spital Limmattal

Die biliopankreatische Diversion

Die biliopankreatische Diversion ist vom Aufbau her der Magenbypassoperation vergleichbar.

Im Gegensatz zum Magenbypass wird aber ein grösserer Teil des Dünndarmes aus dem «Ernährungsschenkel» ausgeschaltet. Zudem wird der Restmagen entfernt (siehe Skizze).

Der Effekt der Gewichtsreduktion beruht vor allem darauf, dass durch die Umstellung der Dünndarmlängen weniger Energieträger (Fette, Zucker, Proteine) durch die Nahrung in den Körper aufgenommen werden.

Die biliopankreatische Diversion weist sehr gute Langzeitresultate der Gewichtsreduktion auf. Die Lebensqualität wird von den meisten Patienten als gut beurteilt.

Mit der biliopankreatischen Diversion können Sie nachhaltig im Langzeitverlauf durchschnittlich ca. 75% Ihres Übergewichtes verlieren. Zudem können die meisten Folgekrankheiten der Adipositas geheilt oder stark verbessert werden (die Zuckerkrankheit z.B. kann nach biliopankreatische Diversion in 95% der Fälle geheilt werden).

Ein Nachteil der biliopankreatischen Diversion sind häufig auftretende
Mangelernährungen, so dass wir diese Operation nicht routinemässig für die meisten Patienten empfehlen können.

biliopankreatische Diversion

Nach biliopankreatischer Diversion sind Sie in der Regel 5-7 Tage in Spital.

Zu den seltenen Komplikationen der biliopankreatischen Diversion in der Früh-Phase gehören Nachblutungen, oder die Anastomoseninsuffizienz (Aufgehen der maschinellen Klammernähte zwischen Darm und Magen). Die Anastomoseninsuffizienz tritt in der Regel nur in den ersten Tagen bei ca. 1% der operierten Patienten auf, kann aber schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Zu den Spät-Komplikationen nach biliopankreatischer Diversion gehören v.a. Mangelernährung, Vitaminmangelsymptome, Blutarmut (Anämie), Osteoporose, Gallen oder Nierensteine. Zudem können häufig übelriechende Stuhlgänge und Gasabgänge auftreten.

All diese möglichen Spät-Komplikationen lassen sich aber grösstenteils vermeiden, wenn Sie die notwendigen ärztlichen Nachkontrolltermine, mit Blutbestimmungen über ihre Ernährungssituation, einhalten.

Dennoch besteht mit dieser Operation eine Erhöhtes Risiko der «Mangelernährung» im Vergleich zum Magenbypass, so dass in einigen Fällen die Länge der Dünndarmschenkel mit einem weiteren operativen Eingriff korrigiert werden müssen.

Die biliopankreatische Operation empfehlen wir nur ausnahmsweise als bariatrischen «Ersteingriff» zur Gewichtsreduktion.

Nähere Angaben über Chancen und Risiken der «biliopankreatischen Diversion» können wir Ihnen in unseren Sprechstunden erteilen (» zum Kontaktformular).