Das Magenband
Das Magenband besteht aus Silikon und wird ringförmig um den obersten Teil des Magens platziert.
Über ein Schlauchsystem steht das Magenband mit einem «Reservoir»-System in Verbindung, welches unter die Haut implantiert wird. Das «Reservoir»-System kann von aussen mit einer Nadel durch die Haut angestochen werden. Dadurch kann das Magenband enger oder weiter gestellt werden (siehe Skizze).
Mit dem Magenband können Sie im Langzeitverlauf durchschnittlich ca. 50% des Übergewichtes verlieren.
Die Lebensqualität wird nach Magenbanding etwas schlechter beurteilt als nach Magenbypass. Der Diabetes mellitus lässt sich nach Magenbanding in 60-70% heilen.
Die Wirkungsweise der Gewichtsreduktion nach Magenbanding beruht darauf, dass durch die Einschnürung des Magens durch das Band weniger Nahrung aufgenommen werden kann.

Nach Magenbanding sind Sie in der Regel 1-3 Tage hospitalisiert.
Nach 6 Wochen erfolgt unter Röntgenkontrolle die erste «Einstellung» des Magenbandes. Weitere Bandeinstellungen erfolgen patientenadaptiert nach individuellem Rhythmus.
Das Magenband ist eine sehr sichere Operation mit einer äusserst geringen Komplikationsrate in den ersten Tagen und Monaten.
Zu den häufigen Spät-Komplikationen nach Jahren zählt aber die sackförmige Erweiterung der Speiseröhre (sekundäre Ösophagusdekompensation) und das Verrutschen (Slippage) des Magenbandes. Aufgrund dieser Spätkomplikationen müssen 30-40% der Magenbänder wieder entfernt werden.
Nähere Angaben über Chancen und Risiken des Magenbandes können wir Ihnen in unseren Sprechstunden erteilen (» zum Kontaktformular).