... am Spital Limmattal

Adipositas

Bei der Adipositas handelt es sich laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) um eine chronische Erkrankung.
Laut Definition der WHO liegt eine Adipositas dann vor, wenn der BMI des Patienten über 30 beträgt (» siehe Tabelle). Der BMI ist ein Wert, der sich über das Körpergewicht in Bezug zur Körpergrösse berechnen lässt.
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Die Ursachen des Übergewichtes sind vielfältig. Heute weiss man, dass ein Wechselspiel aus genetischen (angeborenen) und soziokulturellen (erworbenen) Faktoren die Adipositas begünstigt.

Der Grund für die Entwicklung einer Adipositas liegt (mit wenigen Ausnahmen) immer darin, dass ein Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr (Nahrungsaufnahme) und Energieverbrauch (Bewegung, Sport) vorliegt.

In früheren Zeiten der immerwiederkehrenden Nahrungsknappheit war es ein Überlebensvorteil, wenn Menschen in guten Zeiten «Energiereserven» in Form von Körperfett für die schlechten Zeiten anlegen konnten. Deshalb hat sich beim Menschen die genetische Veranlagung zur Adipositas über Generationen weitervererben können.

In unserer heutigen Welt stehen aber hochkalorische und energiehaltige Nahrungsmittel billig und jederzeit zur Verfügung. Zudem zeichnet sich unsere heutige «motorisierte» Gesellschaft durch einen deutlichen Bewegungsmangel aus.

Beide Faktoren führen zum besagten Ungleichgewicht von zu hoher Energieaufnahme (Nahrung) im Verhältnis zum Energieverbrauch (Bewegung, Sport).

Neben bereits erwähnten Ursachen für die Adipositas gibt es noch seltene, rein genetische Erkrankungen, die eine Adipositas hervorrufen können.

Auch gewisse Stoffwechselerkrankungen und psychische Leiden (Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Cushing, Depression) können eine Adipositas bewirken.

Die Adipositas führt häufig zu einer ganzen Kette von Folgeerkrankungen, welche nicht nur die Lebensqualität der Patienten einschränkt, sondern auch die Lebenserwartung.

Zu den wichtigsten Folgererkrankung der Adipositas gehören der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), die arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), die koronare Herzerkrankung (kann zum Herzinfarkt führen) und frühzeitige Gelenksarthose mit chronischen Schmerzen.

Zudem ist bekannt, dass die Adipositas die Entstehung von Krebserkrankungen (z.B. Dickdarmkrebs oder Brustkrebs etc.) begünstigt.

Daneben unterhält die Adipositas häufig psychische Erkrankungen (z.B. Depressionen) und kann zu sozialer Isolierung und Problemen am Arbeitsplatz führen.

In der Schweiz sind mehr als 30% der über 15 jährigen Bevölkerung übergewichtig. Gut 8%, mit steigender Tendenz, leiden an einer Adipositas.

Eine Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) aus dem Jahre 2004 konnte zeigen, dass die Adipositas jährlich ca. 2-3% der Gesamtkosten im Gesundheitssystem verursacht, dies entspricht ca. 2,5 bis 3,5 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr.

98% der «Adipositaskosten» werden durch die Folgeerkrankungen der Adipositas verursacht. Die Therapiekosten der Adipositas selber (Ernährungsberatung, Medikamente zur Gewichtsreduktion, operative Therapien zur Gewichtsreduktion) tragen nur knapp 2% zu den gesamten «Adipositaskosten» bei.

Aus oben genannten Fakten wird ersichtlich, wie wichtig die Prävention aber auch wie wichtig die nachhaltige Therapie der Adipositas aus medizinischen und ökonomischen Gesichtspunkten ist.

Die Therapie der Adipositas setzt sich nicht nur die alleinige Gewichtsreduktion zum Ziel, sondern verfolgt auch die Absicht, die Patienten von den Folgeerkrankungen der Adipositas zu heilen. So kann Beispielsweise die Zuckererkrankung (Diabetes mellitus Typ 2) in bis zu 95% alleine durch eine Operation zur Gewichtsreduktion (z.B. Magenbypass) verbessert und/oder geheilt werden.

Die nachhaltigste Therapie der Adipositas wird interdisziplinär mit einem Team von Internisten, Psychologen/Psychiatern, Ernährungsberatern, Chirurgen und Hausärzten erreicht.

Unsere Website informiert sie vor allem über die verschiedenen operativen Möglichkeiten der Adipositasbehandlung.